März 2020 – Coronazeiten

Mitglieder der Seebrücke Wuppertal beteiligen sich an der Versorgung von Menschen, die auf der Straße leben und es unter den Corona-Bedingungen besonders schwer haben.

Update zu unserem Aufruf, Kundenspenden für die Tafel zu organisieren

Als die Tafel ankündigte, dass sie schließen muss, weil es nun zu wenige Spenden gibt, haben wir als Seebrücke nachgefragt und die Info bekommen, wenn sie Spenden bekommen, können sie wieder öffnen. Wir haben dann um Hilfe für die Aktion „Wir teilen – die Tafel verteilt“ gebeten. Und es haben sich sehr schnell 17 Leute hier in der Gruppe zum Spendentransport bereiterklärt.

Es erwies sich aber als schwieriger, Läden zum Mitmachen zu gewinnen, weil nur wenige das vor Ort entscheiden können. Oft muss die Zentrale gefragt werden. Inzwischen konnte die Tafel durch Unterstützung von Stadt, Diakonie, Stadtmission und der Bethe-Stiftung ihre Arbeit wieder aufnehmen. Sie fahren wieder „ihre Läden“ ab und bekommen von denen wie vorher Spenden. Der Druck, jetzt dringend andere Spendenquellen zu erschließen, ist damit nicht mehr da.

Uns gefällt weiterhin die Idee, KundInnen zum Spenden zusätzlich gekaufter Sachen zu ermuntern. Aber wenn wir das in der Breite umsetzen wollten, müssten wir jetzt sehr viele Telefonate führen, Mails und Briefe schreiben. Wir haben uns entschieden, das nicht zu tun, weil wir sehen, dass die Tafel auf diese Unterstützung jetzt nicht mehr so stark angewiesen ist, wie es noch vor einer Woche aussah.

Wir wollen unser Kernthema – sichere Fluchtwege – nicht dafür zurückstellen, denn die Lage der Flüchtlinge aktuell in Griechenland ist dramatisch schlecht. Gleichzeitig nehmen wir wahr, dass das Thema nach dem ersten Corona-Schock wieder auf die politische Tagesordnung zurückkehrt und weiter sehr viel Unterstützung aus der Zivilgesellschaft braucht.

Wir fänden es prima, wenn die, die schon Kontakt zu Läden haben und dort Sachen für die Tafel abholen, das auch weitermachen. Und wenn noch andere die Möglichkeit sehen, sich auch daran zu beteiligen, umso besser. Vielleicht haben ja auch welche von Euch Lust, die Idee der Spenden-Einkaufswagen in den Läden aufzugreifen. Bitte sprecht Euch dann mit der Tafel direkt ab!

Und achtet bitte auch in den nächsten Tagen und Wochen auf Aktionen der Seebrücke und anderer Organisationen, die sich dafür einsetzen, dass Flüchtlinge, die auf den griechischen Inseln unter erbärmlichen und gesundheitsgefährdenden Bedingungen leben, in Deutschland und anderen EU-Ländern aufgenommen werden. #LeaveNoOneBehind

DER AUFRUF:

Solidarität muss praktisch werden!
SEEBRÜCKE ruft zu Spenden an die „Wuppertaler Tafel“ auf
Abgabe Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr

Das Ausmaß der Corona-Pandemie ist nun mittlerweile größer, als wir es für möglich gehalten haben. Besonders für Menschen in prekären Lebenslagen, die kein Zuhause haben, von Sucht oder Abhängigkeit betroffen sind oder auf der Straße leben, ist die derzeitige Situation verheerend. Durch die bundesweiten Maßnahmen zur Einschränkung des öffentlichen Lebens verlieren viele Menschen ihre einzige Einkommensquelle und können kaum ihren täglichen Bedarf decken.

Lasst uns gemeinsam helfen, dass all unsere Mitmenschen diese Zeit überstehen.

In Absprache mit der „Wuppertaler Tafel“ können Lebensmittel- und Tierfutterspenden und Hygieneartikel ab Montag täglich von 9 bis 17 Uhr dort abgegeben werden. Die Adresse lautet: Kleiner Werth 50.
http://www.wuppertaler-tafel.de

Es ist geplant, dass die „Tafel“ ihre Ausgabe dann wieder öffnen wird. Wann genau, würde nächste Woche bekanntgegeben.

Wir werden in den kommenden Tagen auch versuchen, mit Supermärkten in Kontakt zu treten, damit dort Spendenboxen aufgestellt werden. Ein Abholdienst müsste anschließend organisiert werden.

Neue Information diesbezüglich gibt es immer auf unserer SEEBRÜCKE-Facebook-Seite.

Es ist eine schwierige Zeit für uns alle und eine große Herausforderung für unsere Gesellschaft. Solidarisch zu handeln ist jetzt besonders von Nöten!

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