BOOTschaft von Anna

Mich macht es unendlich traurig, dass Menschen, die vor Krieg und Gewalt fliehen, von uns  im Stich gelassen werden und der europäischen Grenzpolitik zum Opfer fallen.

Mich macht es fassungslos, dass Hilfsorganisationen daran gehindert werden, Ertrinkende zu retten!

Ich engagiere mich in der Initiative Seebrücke Wuppertal gegen das Sterben im Mittelmeer, gegen die Kriminalisierung von Seenotretterinnen und für die Aufnahme von weiteren Flüchtlingen in Wuppertal.

Lasst uns zusammen etwas bewegen!

BOOTschaft von Sylke

„Alle Menschen sind eins. Was sie unterscheidet, ist der Name, den man ihnen gibt.“ Buddha

… deshalb bin ich bei der Seebrücke. Es ist unsere Pflicht anderen Menschen zu helfen, die in Not geraten sind. Bei der Rettung geht es nicht um Politik oder Herkunft. Hier geht es um Menschlichkeit und Nächstenliebe. Wir sind alle eins, denn wir haben alle ein Grundbedürfnis-  (Über)-Leben und dies in Würde! Ich engagiere mich, weil ich gegen die Verrohung der Menschlichkeit bin. Die Würde des Menschen ist unantastbar!

BOOTschaft von Marlene Heupel

EMPÖRT EUCH UND ENGAGIERT EUCH!

Niemand kann sich aussuchen, wo er geboren wird – einzig der Zufall entscheidet darüber. Ich habe das Glück, in einem der reichsten Länder dieser Welt zu leben und einen Alltag zu erleben, der durch relativen Wohlstand und Sicherheit geprägt ist. Aber der Schein trügt.

Denn für 83 Prozent der Weltbevölkerung sieht das Leben ganz anders aus, weil sie den Preis für unseren Wohlstand zahlen. In ihren Herkunftsländern herrschen neben bitterster Armut aufgrund wirtschaftlicher Ausbeutung nicht selten brachiale Gewaltherrschaft, Diskriminierung und Krieg. Hinzu kommen die Folgen des Klimawandels in Form von Dürre und Überflutung, dessen Entstehung die Industrienationen – allen voran die USA, Europa und China – wesentlich zu verantworten haben.  

Flüchtlinge begeben sich nicht freiwillig auf diesen gefährlichen und ungewissen Weg. Die meisten von ihnen haben keine andere Chance, weil ihre wirtschaftliche Existenzgrundlage zerstört wurde oder sie ihr Leben und das ihrer Angehörigen vor Gewalt und Krieg schützen müssen. Tausende haben ihr Leben auf der Flucht bereits verloren. Wie verzweifelt müssen Menschen sein, wenn sie sich für diesen Weg entscheiden? Sie brauchen unsere Hilfe und Unterstützung, nicht aber unsere Ablehnung und Ignoranz.

Es ist so unvorstellbar grausam und zutiefst beschämend, dass ich es nicht in Worte fassen kann.

Daher appelliere ich an die politisch Verantwortlichen, das Sterben im Mittelmeer und an den europäischen Außengrenzen sofort zu beenden sowie die Umsetzung einer menschenwürdigen und solidarischen Flüchtlings- und Asylpolitik in Europa zu forcieren.

Flucht hat viele Gründe – nicht zuletzt basiert der Wohlstand der Industrienationen auf der Armut der sogenannten Entwicklungsländer. Wir brauchen eine gerechte Welt- und Wirtschaftspolitik, die allen Weltenbürgern eine nachhaltige und faire Existenzgrundlage bietet.

Aber bis wir dieses Ziel erreicht haben, wird noch einige Zeit vergehen.   Und solange sterben Menschen an den europäischen Grenzen und im Mittelmeer – wenn wir sie nicht schützen und für ihre Rechte eintreten.

Die Rettung und Unterstützung von Flüchtlingen ist nicht nur ein Akt der Nächstenliebe und Menschlichkeit, sondern eine humanitäre Verpflichtung!

Wer die Rettung von Flüchtlingen kriminalisiert, tritt Menschenrechte und die so oft propagierten christlichen Werte mit Füßen!