BOOTschaft von Stefan Kottas

Ich bin an Bord der #SeebrĂĽckeWtal, weil wir Gefahr laufen, das letzte FĂĽnkchen Menschlichkeit zu verlieren, wenn wir zulassen, dass vor den Toren Europas Menschen ertrinken oder anderweitig elendig zugrunde gehen.

„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ und „Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.“ gilt für jeden Menschen, unabhängig von Geburtsort, Abstammung, Hautfarbe oder anderer äußerer und innerer Merkmale.

Dass man nur wohlhabend sein kann, wenn andere arm sind und dass man seinen Wohlstand gegenüber Armen „verteidigen“ muss, sind die Grundlagen der Abschottungspolitik und Irrglauben, die aus der nationalistischen Ideologie entspringen.

Gründe für Flucht sind vielfältig. Bei den meisten Gründen tragen die Industriestaaten jedoch eine Mitschuld.

  • Kriege werden mit den Waffen durchgefĂĽhrt, welche wir exportieren.
  • Unsere Konzerne schmieren bestechliche Regierungen und verhindern angemessenen Umwelt- und Arbeitnehmerschutz. Umwelt und Lebensbedingungen zerstören sie StĂĽck fĂĽr StĂĽck. Land und Trinkwasser nehmen sie sich, wie sie wollen – den Menschen vor Ort bleibt kaum noch etwas.
  • Der Klimawandel, der vielerorts ehemals fruchtbare Böden in Steppe verwandelt und fĂĽr die Ăśberflutung von ganzen Landstrichen sorgt, ist durch uns gemacht.

Auf der einen Seite müssen wir die Fluchtursachen bekämpfen – Menschen, die sich bereits auf der Flucht befinden, oder fliehen müssen, denen müssen wir aber auch helfen und dürfen sie nicht sterben lassen.

BOOTschaft von Bernhard Fedler

Ich unterstütze die Aktion #SeebrückeWtal, weil ich für eine gerechte Gesellschaft weltweit und für Menschenrechte eintrete. Dass ich in einem sehr reichen Land lebe, ist ein zufälliges Privileg, für das ich nichts getan habe.

Seenotrettung ist einerseits eine im internationalen Schifffahrtsrecht festgelegte Pflicht, andererseits gegenüber Flüchtlingen  ein selbstverständliches Gebot der Menschlichkeit.

 Wenn Menschen, die sich zusammengetan haben, um Schiffe anzumieten und Flüchtlinge vor dem Ertrinken im Mittelmeer zu bewahren, kriminalisiert werden, so ist dies Teil einer unerträglichen und menschenverachtenden Politik der Abschottung. Dagegen protestiere ich mit Nachdruck.

Ich bitte den Rat der Stadt  Wuppertal, sich solidarisch zu verhalten und Menschen aus der Seenotrettung aufzunehmen – und zwar weit hinaus über die im offiziellen Verfahren vorgesehene Zahl. Wir haben Platz in unserer Stadt.

Meine Forderungen an die deutsche und europäische Politik:

  • Stoppt das Sterben auf dem Mittelmeer!
  • Keine Anklagen gegen die Retter*innen!
  • Solidarische Lösungen fĂĽr Menschen auf der Flucht!
  • Keine Spaltung der GeflĂĽchteten in berechtigte und unberechtigte!
  • Beschäftigt Euch damit, dass die Fluchtursachen viel mit unserer privilegierten Lebensweise zu tun haben – im Sinne folgender FlĂĽchtlingsparole „Wir sind hier, weil Ihr unsere Länder zerstört.“

BOOTschaft von Renate Schatz

Ich unterstĂĽtze die Aktion #seebrĂĽckewtal,
weil ich für Humanität und Menschenrechte eintrete.

Seenotrettung ist ein humanitärer Akt,

Die Retter*innen zu kriminalisieren, heiĂźt Menschlichkeit zu verachten und internationales Menschenrecht zu beugen!

Darum bitte ich den Stadtrat Wuppertal, sich für die Seenotrettung einzusetzen und Solidarität zu zeigen, indem Wuppertal Menschen aus der Seenotrettung aufnimmt. Wir haben Platz in unserer Stadt, und wir haben ein Herz für Menschen in Not.

Ich protestiere auch gegen die Kriminalisierung der Seenotretter*innen, des Bündnisses „Jugend rettet“ aus Berlin und der anderen engagierten Gruppen, wie Mission Lifeline, Sea-eye und Sea-watch.

MEINE FORDERUNGEN an die Bundesregierung und das Europäische Parlament:

  • Stoppt das Sterben auf dem Mittelmeer!
  • Lasst die Anklagen gegen die Retter*innen fallen!
  • Sucht solidarische Lösungen fĂĽr die Menschen in Not.

Flucht ist ein Menschenrecht, Fluchtursachen sind vielfältig.

Hört auf, die Geflüchteten in gute und schlechte zu spalten.

Jede*r hat ein Recht auf Leben in WĂĽrde und Unversehrtheit. Gleich, wo er herkommt.

Niemand verlässt eine Heimat für ein paar Euro, sondern nur in existentieller Not.