So kannst du dabei helfen, Menschenleben zu retten

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Mache das Thema publik

Kennst du Journalist*innen, Reporter*innen oder Redakteur*innen? Dann mache sie auf Aktionen und die Situation im Mittelmeer aufmerksam. Und falls nicht berichtet wird, frage sie, warum das so ist.

Verfasse einen Leserbrief an deine Lokalzeitung.

Schreibe Abgeordneten im EuropÀischen Parlament, Bundestag und Landtag sowie deinen kommunalen Vertreter*innen.

Berichte ĂŒber Facebook, Twitter, Instagram etc. ĂŒber Aktionen. Lade Freund*innen dazu ein, mache Fotos und Videos (Einzelpersonen sollten aber möglichst nicht erkennbar sein), teile, retweete und like BeitrĂ€ge von Anderen.

Reconquista Internet!

Erobere die sozialen Medien zurĂŒck, indem du (strafrechtlich relevante) Hasskommentare meldest oder anzeigst, positive BeitrĂ€ge und Kommentare likst und teilst bzw. retweetest.

Hinterlasse positive Kommentare. Wenn Dir nichts Passendes einfÀllt, kommentiere einfach mit einem oder mehreren orangefarbenen Herzen.

Vernetze dich mit Gleichgesinnten vor Ort

Plant gemeinsam Aktionen. Seid dabei kreativ und kommuniziert ĂŒber die sozialen Medien und Pressemitteilungen (vor der Aktion und danach).

Lade Menschen zu den Aktionen ein.

Leiste Inklusionsarbeit

Bringe GeflĂŒchteten Deutsch bei.

Gib GeflĂŒchteten das GefĂŒhl, dazuzugehören und unternimm etwas mit ihnen.

Hilf ihnen bei BehördengÀngen und der Organisation des tÀglichen Lebens.

Wir in Wuppertal – wir schaffen noch mehr!

Köln, Bonn und DĂŒsseldorf haben es vorgemacht. Sie schauen nicht weg, wenn tausende Menschen im Mittelmeer ertrinken. Sie haben ein Zeichen gesetzt, die Seenotrettung wieder zu ermöglichen und die Geretteten menschenwĂŒrdig aufzunehmen.

Das wĂŒnschen wir uns von der Stadt Wuppertal auch. Deshalb haben wir einen Antrag an den Rat der Stadt Wuppertal formuliert.

FĂŒr diesen Antrag sammeln wir regelmĂ€ĂŸig – meistens an Wochenenden – Unterschriften.

    Wer selbst Unterschriften sammeln möchte, kann den Antrag hier herunterladen und ausdrucken:

    AusgefĂŒllte AntrĂ€ge mĂŒssen bis zum 15.09.2018 an uns geschickt werden. Adresse: Stefan Kottas, Hohenstein 46, 42283 Wuppertal

    Den gleichen Antrag haben wir auch als Online-Petition eingestellt: Jetzt unterzeichnen!

    Der Antrag

    Der Rat der Stadt Wuppertal möge beschließen:

    Die Stadt Wuppertal ist fassungslos angesichts des schrecklichen Sterbens vor den Toren Europas. Sie unterstĂŒtzt das politische Signal der drei StĂ€dte Köln, Bonn und DĂŒsseldorf, die Seenotrettung wieder zu ermöglichen und mahnt hierzu eine europĂ€ische Lösung dringend an.

    Das Sterben auf dem Mittelmeer muss aufhören. Die Praxis der Abschottung und des bewussten Sterbenlassens an der EU-Außengrenze widerspricht allen Prinzipien der HumanitĂ€t und der Menschenrechte.

    Reine SolidaritĂ€tsbekundungen ohne praktische Konsequenzen sind wirkungslos. Daher erklĂ€rt sich die Stadt Wuppertal bereit, sofort geflĂŒchtete Menschen aus der Seenotrettung ĂŒber den bisherigen VerteilschlĂŒssel hinaus, aufzunehmen.

    Sie fordert die Bundesregierung auf, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

    Gleichzeitig fordert die Stadt Wuppertal alle Kommunen in der Bundesrepublik auf, Ă€hnlich oder gleichlautende ErklĂ€rungen zu beschließen.

    BegrĂŒndung

    Wuppertal ist eine bunte und weltoffene Stadt. Immer schon waren bei uns Menschen aus anderen Kulturen willkommen. Deswegen ist unsere Stadt so vielfÀltig, sympathisch, lebens- und liebenswert.

    Das war auch im „Sommer der Migration“ 2015 nicht anders. Im Gegenteil: Auf vorbildliche Art und Weise gelang es der Stadt, Menschen, die fliehen mussten, aufzunehmen und willkommen zu heißen. Alle gemeinsam, Politik, Verwaltung, Wirtschaft, soziale, kommunale und kirchliche Einrichtungen und viele Ehrenamtliche, die sich in Initiativen zusammenschlossen, zeigten eine Welle der Hilfsbereitschaft, die ihresgleichen sucht. „Deutschland braucht mehr Wuppertal“, hieß es damals bundesweit.

    Darauf sind wir stolz und freuen uns, wenn wir den Menschen, die Wuppertal seit 2015 bereichern, begegnen: Auf der Straße, im GeschĂ€ft, am Arbeitsplatz. Und gleichzeitig sind wir fassungslos angesichts dessen, was sich zur Zeit vor den Toren Europas abspielt. Menschen verdursten in der WĂŒste, ertrinken im Mittelmeer oder vegetieren unter katastrophalen Bedingungen in den FlĂŒchtlingslagern vor sich hin. Sie werden misshandelt, vergewaltigt und ermordet. Angesichts dessen möchten wir nicht hilflos und untĂ€tig zugucken. Uns ist klar, dass wir in Wuppertal weitere Menschen aufnehmen können und unsere AufnahmekapazitĂ€t noch nicht erreicht ist. Und vor allem ist die große Hilfsbereitschaft der Wuppertalerinnen und Wuppertaler noch lange nicht erschöpft. Deshalb fordern wir den Rat der Stadt Wuppertal auf, ein Zeichen der SolidaritĂ€t mit FlĂŒchtenden zu setzen.