Demo: Für ein solidarisches Miteinander – Gemeinsam gegen rechte Hetze!


Termin Details


„Es ist geschehen – folglich kann es wieder geschehen.“

Dieser Satz des italienischen Schriftstellers und Auschwitz-Überlebenden Primo Levi aus seinen Lebenserinnerungen ist immer aktuell geblieben.

Der 9. November ist ein Schicksalsdatum in der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts.

Neben anderen Ereignissen zu diesem Datum ist in diesem Jahr besonders an den 9. November 1918 zu erinnern. Mit dem Arbeiter- und Matrosenaufstand und dem Generalstreik wurde vor 100 Jahren zum Ende des 1. Weltkrieges beigetragen und durch diese Revolution brach das deutsche Kaiserreich zusammen.

Nie darf vergessen werden was in der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 geschah.
Die vorausgegangene zunehmende Entrechtung mit fortgesetzter rassistischer Hetze gegen die jüdische Bevölkerung wurde in dieser Nacht der Auftakt zu ihrer gewaltsamen Verfolgung.
In dem von den Nazis „Reichskristallnacht“ genannten reichsweiten staatlich organisierten Pogrom wurden die Synagogen in Brand gesetzt, Geschäfte jüdischer Besitzer zerstört und geplündert und die jüdischen Menschen wurden gejagt, geschlagen und verhaftet.

Heute wissen wir, was geschah!
Und wir haben uns entschieden nicht zu vergessen und uns zu wehren, damit sich solche Zustände nicht wiederholen.

Wir wollen in einer solidarischen Gesellschaft leben.
Die Grundlagen dazu sind gefährdet.

  • Der zunehmende Sozialabbau vertieft die gesellschaftliche Spaltung immer offensichtlicher. Auf der anderen Seite steht ein zunehmend aufgeblähter Rüstungshaushalt. Die Bundeswehr ist seit Jahren in weltweiten Kriegseinsätzen beteiligt. Wenn von Fluchtursachen gesprochen wird, muss auch von den Kriegseinsätzen mit Beteiligung der Bundeswehr gesprochen werden!
  • Seit Jahren erleben wir, wie durch zunehmende sprachliche Verrohung, Hetze in den sozialen Medien rechte Gesinnung bis in die Mitte der Gesellschaft vordringt. Die offen rassistische Partei AfD bestimmt inzwischen die politischen Themen in diesem Land. Rechte Gewalt zieht spätestens seit 1980 eine Blutspur durch das Land.

 

  • Es ist unfassbar, wenn der Innenminister der Bundesrepublik Verständnis äußert zu den pogromartigen Aufmärschen der Nazis in Chemnitz.
  • Es ist unfassbar, wenn er mit zynischen Bemerkungen seine Freude über Abschiebungen äußert.
  • Es ist unfassbar, mit welch gleichgültiger Brutalität die Seenotrettung kriminalisiert wird.
  • Es ist unfassbar, wie rechte Gewalt durch die Politik, durch die Justiz, durch die zuständigen Ämter bagatellisiert wird.

Faschismus ist keine Meinung – Faschismus ist ein Verbrechen!

Wir wollen in einer solidarischen Gesellschaft friedlich und in Frieden leben!

Was geschehen ist, darf nie wieder geschehen!

Deswegen demonstrieren wir am 10. November für eine solidarische Gesellschaft und gegen rechte Hetze und Gewalt.

Erstunterzeichner*innen

  • Bündnis Aufstehen gegen Rassismus NRW
  • Tacheles e.V.
  • Initiative Seebrücke Wuppertal
  • Remscheid gegen Rechts
  • Infoladen Wuppertal
  • Wuppertaler Bündnis gegen Nazis
  • Wuppertal – Kein Ort für Nazis!
  • DKP Wuppertal
  • Internationale Armin T. Wegner Gesellschaft e.V.
  • Ulrich Klan (Musiker, Komponist, Publizist, Pädagoge)
  • Piratenpartei Wuppertal
  • marx21 – Wuppertal
  • Olaf Wegner
  • Stefan Kottas
  • Renate Schatz
  • Dirk Jädke
  • Kreisverband DIE LINKE Wuppertal
  • Ratsfraktion DIE LINKE Wuppertal
  • HVD Wuppertal / Bergisches Land
  • VVN/BdA LV NRW
  • Spurensuche NS-Geschichte in Wuppertal e.V.
  • Wuppertaler Aktionsbündnis gegen TTIP und andere Freihandelsfallen
  • Die Falken KV Bergisch Land / Wuppertal
  • DiEM25
  • Kein Mensch ist illegal – Wuppertal
  • Hélder Aguiar Piratenpartei NRW (Politischer Geschäftsführer)
  • Ilka Federschmidt, Superintendentin des Kirchenkreises Wuppertal
  • Fritz Ullmann, Stadtverordneter im Rat der Stadt Radevormwald (LF – Linkes Forum)
  • LF – Linkes Forum in Wuppertal
  • Frauenberatung & Selbsthilfe e.V. Wuppertal
  • Jugendverband REBELL
  • börse KOMMUNIKATIONSZENTRUM gGmbH
  • Karawane Wuppertal
  • MLPD Bergisches Land
  • VVN Wuppertal
  • Mehmet Yildiz
  • Olli Graf, Stadtverordneter im Rat der Stadt Wuppertal (Piratenpartei)
  • Ulrike Schrader, Leiterin der Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal
  • Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz e.V.
  • AZ Wuppertal
  • Jürgen Handschick, Hand in Hand, Kontaktpersonen für Geflüchtete e.V.
  • Katholische Hochschulgemeinde Wuppertal ( KHG Wuppertal)
  • Grünen Jugend Wuppertal
  • Liliane V. Pollmann (Sprecherin der Grünen Jugend Wuppertal)
  • Ihr/Du?

 

Wer den Aufruf als Einzelperson oder als Organisation unterzeichnen möchte, meldet sich bitte unter noafd@sags-per-mail.de. Als Einzelperson dann bitte den Namen in der Form „Vorname Nachname“ bzw. „Vorname Nachname (Organisation)“ angeben und als Organisation den Namen der Organisation angeben.

Facebook-Event (wenn gewünscht bitte teilen und/oder zur eigenen Facebook-Seite Hinzufügen):
https://www.facebook.com/events/1749273818504961/

Die Flyer, Plakate und Aufkleber sind fertig.  Diese können zu den üblichen Öffnungszeiten (Di.-Fr. 12:00 – 17:00 Uhr) im Café Tacheles, Rudolfstraße 125, 42285 Wuppertal, abgeholt werden .

Bitte macht auch auf Mailinglisten und anderen Kanälen Werbung für die Demo.

Bilder für die Mobilisierung (Klicke zur Vergrößerung):

Facebook (Seitenverhältnis 19:10)

Twitter (Seitenverhältnis 24:10):

Flyer Seiten 1, 5 und 6:

Flyer Seiten 2, 3 und 4:

Redner*innen

  • N.N. von der Karawane Wuppertal
  • Jochen Vogler von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten VVN-BdA
  • Ulrich Klan von der Internationale Armin T. Wegner Gesellschaft e.V.
  • Markus von Aufstehen gegen Rassismus
  • Ulrike Schrader, Leiterin der Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal
    • Gine von der Initiative Seebrücke Wuppertal
    • Cris von Sea-Watch
    • Olaf Wegner von der Piratenpartei
    • Vicky von Cars of Hope
      • Joseph Neumann von der SPD
      • Fritz Ullmann vom Linken Forum
      • Jürgen Köster von der DKP
      • Gerd-Peter Zielezinski, Fraktionsvorsitzender DER LINKEn im Rat der Stadt Wuppertal
      • N.N. von der MLPD
        • Michael Fromm von DiEM25
        • Lukas Hegemann von der Börse
        • Bernhard Fedler von Kein Mensch ist illegal
        • Ilka Federschmidt, Superintendentin des Kirchenkreises Wuppertal

Demo-Route

Bahnhofsvorplatz Wuppertal-Hauptbahnhof (Auftaktkundgebung) – Alte Freiheit – Turmhof – Wall – Willy-Brandt-Platz – Begegnungsstätte Alte Synagoge (Zwischenkundgebung) – Kleine Klotzbahn – Erholungsstraße – Neumarktstraße – Friedrich-Ebert-Straße – Laurentiusplatz (Zwischenkundgebung) – Friedrich-Ebert-Straße – Sophienstraße – Luisenstraße – Kasinostraße – Platz an der Kasinostraße/Herzogstraße (Zwischenkundgebung) – Herzogstraße – Wall – Kirchstraße – Kirchplatz (Abschlusskundgebung)

In der City-Kirche bieten wir ab ca. 16:15 Uhr noch Gelegenheit zum Austausch, zur Vernetzung und zur Diskussion. Wir wollen den Film „Wo der Himmel aufgeht“ zeigen. Er handelt von der Tournee von Esther Bejarano mit der Microphone Mafia in Kuba. Esther Bejarano hat das Vernichtungslager Auschwitz überlebt, weil es ihr möglich war, dort im Mädchenorchester Akkordeon spielen zu können. Dieses Orchester musste immer dann spielen, wenn die Arbeitskommandos aus-bzw. einrückten und auch wenn neue Transporte ankamen. Esther ist jetzt 93 Jahre alt und ist seit 10 Jahren zusammen mit der Microphone Mafia unterwegs. Die Gruppe war auch schon mehrmals in Wuppertal.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtenden Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Folgende für die Teilnehmer*innen relevanten Auflagen sind angekündigt worden:

  • Tragestangen für Fahnen und Transparente dürfen eine Länge von 200 cm und einen Durchmesser von 3 cm nicht überschreiten und nur aus Weichholz oder Kunststoffleerrohr bestehen. Tragestangen aus Metall, Hartholz oder sonstigen bruchfesten Materialien sind verboten.
  • Das Mitführen und der Konsum von Alkohol werden für die gesamte Dauer der Versammlung untersagt.

 

Bei der Versammlungsbehörde sind für die Teilnehmer Banner, Fahnen, Transparente, Plakate und Flyer angemeldet. Flyer müssen mit einem ordnungsgemäßen Impressum im Sinne des § 8 Pressegesetz NRW versehen werden. Die Demo ist eine gemeinsame Veranstaltung eines breiten Bündnisses mit gleichberechtigten Partnern. Die Demo darf nicht von einer der teilnehmenden Organisationen oder Parteien dominiert werden. Haltet euch daher mit (Partei-)Symbolen etwas zurück und steckt eure Energie in kreative Plakate und Banner mit aufrüttelnden oder solidarischen Botschaften. Es ist nur die Lautsprecheranlage des Demo-Bündnisses angemeldet, daher dürfen keine weiteren Lautsprecher oder Megaphone verwendet werden.