UPDATE: Wir teilen – die Tafel verteilt

Zu unserem Aufruf, Kundenspenden fĂŒr die Tafel zu organisieren

Als die Tafel ankĂŒndigte, dass sie schließen muss, weil es nun zu wenige Spenden gibt, haben wir als SeebrĂŒcke nachgefragt und die Info bekommen, wenn sie Spenden bekommen, können sie wieder öffnen. Wir haben dann um Hilfe fĂŒr die Aktion „Wir teilen – die Tafel verteilt“ gebeten. Und es haben sich sehr schnell 17 Leute hier in der Gruppe zum Spendentransport bereiterklĂ€rt.

Es erwies sich aber als schwieriger, LĂ€den zum Mitmachen zu gewinnen, weil nur wenige das vor Ort entscheiden können. Oft muss die Zentrale gefragt werden. Inzwischen konnte die Tafel durch UnterstĂŒtzung von Stadt, Diakonie, Stadtmission und der Bethe-Stiftung ihre Arbeit wieder aufnehmen. Sie fahren wieder „ihre LĂ€den“ ab und bekommen von denen wie vorher Spenden. Der Druck, jetzt dringend andere Spendenquellen zu erschließen, ist damit nicht mehr da.

Uns gefĂ€llt weiterhin die Idee, KundInnen zum Spenden zusĂ€tzlich gekaufter Sachen zu ermuntern. Aber wenn wir das in der Breite umsetzen wollten, mĂŒssten wir jetzt sehr viele Telefonate fĂŒhren, Mails und Briefe schreiben. Wir haben uns entschieden, das nicht zu tun, weil wir sehen, dass die Tafel auf diese UnterstĂŒtzung jetzt nicht mehr so stark angewiesen ist, wie es noch vor einer Woche aussah.

Wir wollen unser Kernthema – sichere Fluchtwege – nicht dafĂŒr zurĂŒckstellen, denn die Lage der FlĂŒchtlinge aktuell in Griechenland ist dramatisch schlecht. Gleichzeitig nehmen wir wahr, dass das Thema nach dem ersten Corona-Schock wieder auf die politische Tagesordnung zurĂŒckkehrt und weiter sehr viel UnterstĂŒtzung aus der Zivilgesellschaft braucht.

Wir fĂ€nden es prima, wenn die, die schon Kontakt zu LĂ€den haben und dort Sachen fĂŒr die Tafel abholen, das auch weitermachen. Und wenn noch andere die Möglichkeit sehen, sich auch daran zu beteiligen, umso besser. Vielleicht haben ja auch welche von Euch Lust, die Idee der Spenden-Einkaufswagen in den LĂ€den aufzugreifen. Bitte sprecht Euch dann mit der Tafel direkt ab!

Und achtet bitte auch in den nĂ€chsten Tagen und Wochen auf Aktionen der SeebrĂŒcke und anderer Organisationen, die sich dafĂŒr einsetzen, dass FlĂŒchtlinge, die auf den griechischen Inseln unter erbĂ€rmlichen und gesundheitsgefĂ€hrdenden Bedingungen leben, in Deutschland und anderen EU-LĂ€ndern aufgenommen werden. #LeaveNoOneBehind

DER AUFRUF:

SolidaritÀt muss praktisch werden!
SEEBRÜCKE ruft zu Spenden an die „Wuppertaler Tafel“ auf
Abgabe Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr

Das Ausmaß der Corona-Pandemie ist nun mittlerweile grĂ¶ĂŸer, als wir es fĂŒr möglich gehalten haben. Besonders fĂŒr Menschen in prekĂ€ren Lebenslagen, die kein Zuhause haben, von Sucht oder AbhĂ€ngigkeit betroffen sind oder auf der Straße leben, ist die derzeitige Situation verheerend. Durch die bundesweiten Maßnahmen zur EinschrĂ€nkung des öffentlichen Lebens verlieren viele Menschen ihre einzige Einkommensquelle und können kaum ihren tĂ€glichen Bedarf decken.

Lasst uns gemeinsam helfen, dass all unsere Mitmenschen diese Zeit ĂŒberstehen.

In Absprache mit der „Wuppertaler Tafel“ können Lebensmittel- und Tierfutterspenden und Hygieneartikel ab Montag tĂ€glich von 9 bis 17 Uhr dort abgegeben werden. Die Adresse lautet: Kleiner Werth 50.
http://www.wuppertaler-tafel.de

Es ist geplant, dass die „Tafel“ ihre Ausgabe dann wieder öffnen wird. Wann genau, wĂŒrde nĂ€chste Woche bekanntgegeben.

Wir werden in den kommenden Tagen auch versuchen, mit SupermĂ€rkten in Kontakt zu treten, damit dort Spendenboxen aufgestellt werden. Ein Abholdienst mĂŒsste anschließend organisiert werden.

Neue Information diesbezĂŒglich gibt es immer auf unserer SEEBRÜCKE-Facebook-Seite.

Es ist eine schwierige Zeit fĂŒr uns alle und eine große Herausforderung fĂŒr unsere Gesellschaft. Solidarisch zu handeln ist jetzt besonders von Nöten!

FĂŒr die LĂ€den, die mitmachen: die pdf „Wir-teilen“ kann ausgedruckt und an den Einkaufswagen bez. im Laden ausgehĂ€ngt werden.