Dauermahnwache

Hintergrund

Europa schottet sich weiterhin gegen Flüchtlinge ab und an seinen Grenzen sterben die Menschen oder leben unter schrecklichen Bedingungen in Camps oder unter freiem Himmel. Die Pläne für ein Gemeinsames Europäisches Asylsystem sehen vor, diesen Zustand fortzuschreiben und noch zu verschärfen.  Faire Asylverfahren werden kaum noch möglich sein. Die Gefahren durch Intransparenz, Gewalt und Willkür steigen. Fast täglich sterben Menschen in den Lagern, auf den Fluchtwegen in Nordafrika, im Mittelmeer, im Atlantik oder auf den Balkanrouten. Sie sterben durch die Abschottungspolitik derjenigen, die im gleichen Moment von Europäischen Werten, Kultur und Menschenrechten sprechen, während Seenotrettung kriminalisiert wird, Boote festgesetzt werden, Städten und Kommunen die Aufnahme flüchtender Menschen erschwert wird und auch zu Corona-Zeiten Abschiebungen durchgeführt werden.

 

Die Aktion bildet den Auftakt für eine Kampagne zu „Sicherer Hafen Wuppertal“. Wir wollen medienwirksam Aufmerksamkeit auf die Abschottungspolitik der EU lenken und eine Diskussion beginnen, was es bedeutet, „Sicherer Hafen“ zu sein.

Unser Vorhaben, auf dem Vorplatz des Bahnhofs Mirke einen dauerhaften Gedenkort für diejenigen einzurichten, die auf der Flucht nach Europa ums Leben gekommen sind, dient auch diesem Ziel. Der 20.Juni ist Weltflüchtlingstag und ein Aktionswochenende der Seebrücke, bei dem bundesweit Aktionen geplant sind.

 

Menschenrecht sind #unverhandelbar.

Die Opfer der EU-Flüchtlingspolitik sind #unvergessen

Die Aktion

24 Stunden lang werden Namen von Menschen verlesen, die auf ihrer Flucht nach Europa ums Leben gekommen sind. Tagsüber werden ergänzend dazu im halbstündigen Wechsel Texte von Geflüchteten und Erfahrungsberichte aus der Seenotrettung und der Flüchtlingsarbeit an den EU-Außengrenzen zu hören sein.

Draußen gibt es tagsüber einen Infostand der Seebrücke und die Möglichkeit, Kerzen für die Verstorbenen aufzustellen.

Die Lesung wird per Internet gestreamt und vor Ort nach draußen übertragen.

Hier gelangt ihr zum Stream auf YouTube

Und Hier zum Stream auf StewOne

Die Dauermahnwache wird eingeleitet mit einem Gespräch mit Dr. Achim Stein, der als Wuppertaler Arzt von seinem Einsatz in der Seenotrettung berichtet.

Die Mitleser:innen kommen vom Tanztheater Wuppertal, vom TalTonTheater, vom Verein für die Förderung der Städtepartnerschaft Wuppertal – Matagalpa / Nicaragua, aus der Flüchtlingsberatung, von der Else-Lasker-Schüler-Gesamtschule, vom Infobüro Nicaragua, von Partei und Ratsfraktionen der Linken und der B90/Grünen, von Tacheles und Mampferando, von Amnesty International.

Es wirken mit eigenen Beiträgen mit die Autorin Christiane Gibiec für den Verband deutscher Schriftsteller und die Autorenvereinigung im Tal, der Musiker und Komponist Uli Klan, Vorsitzender Internationale Armin T. Wegner Gesellschaft, Olaf Reitz, Sprache, Schauspiel, Regie, Intervention und engagierte Wuppertaler:innen und natürlich Mitglieder der Seebrücke Wuppertal.

Unser Programm

Hier gelangt ihr direkt zu unserem Programm. 
Bitte beachtet dass während der Veranstaltung Themen wie Flucht, Tod, Rassismus und Gewalt angesprochen werden. 

Ihr findet in unserem Programm jeweils explizite Trigger-Warnungen. 

Bitte achtet auf euch und euer Umfeld. 

Programm zur Dauermahnwache