Gedenkort

Die Seebrücke Wuppertal will mit einem Gedenkort an die Flüchtlinge erinnern, die auf der Flucht nach Europa gestorben sind.

Wir schaffen einen Ort, der diesen Menschen gewidmet ist – einen Ort, der den flüchtigen Nachrichten etwas Dauerhaftes entgegensetzt, der zum Ausdruck bringt, dass die Abschottung real und von Dauer ist und dass sie Menschen das Leben kostet. Ein Ort, der mitten im Leben einer Stadt dafür steht, dass die Opfer dieser Abschottungspolitik nicht vergessen werden. Ein Ort, der anbietet, Trauer und Protest auszudrücken – durch Kerzen und Blumen, durch Treffen, Versammlungen und Veranstaltungen. Ein Ort, der einen Hinweis gibt auf aktuelle und Hintergrundinformationen, die auf einer Website, die zu diesem Ort gehört, bereitgestellt werden. Der Gedenkort entsteht bei Utopiastadt am Bahnhof Mirke in der Wuppertaler Nordstadt. Er hat die Form eines Bootes, das halb versunken ist.


Gemeinsam mit allen Unterstützer:innen laden wir zur Einweihung des Gedenkortes ein:
21. Mai, 14 Uhr
vor dem Bahnhof Mirke, Wuppertal

Um die Pflege und den Erhalt des Gedenkorts sicherzustellen, gibt es den Freundeskreis Gedenkort Wuppertal

Die Seebrücke Wuppertal bedankt sich bei allen, die am Gedenkort mitgewirkt haben

 

Für die finanzielle Unterstützung, die den Gedenkort möglich machte, geht unser Dank an:
  • Stiftung W

  • Ev. Kirchenkreis Wuppertal

  • Ev. Kirche im Rheinland

  • Quartiersfonds Mirke Quartiersfonds Mirke im Rahmen des Bund-Länder Programms Soziale Stadt NRW

  • Stadtsparkasse Wuppertal

  • Firma Knipex

  • Bürgerbudget / Talbeteiligung der Stadt Wuppertal und Gemeinschaftsstiftung für Wuppertal

  • Stiftung Deutsche Bestattungskultur

  • Bezirksvertretung Elberfeld

  • Mensch Mensch Mensch e.V.

  • Zahlreiche Spenderinnen und Spender


Besondere Unterstützung erhielten wir auch von den Personen und Firmen, die den Gedenkort gestalteten und bauten und uns sehr großzügig im Preis entgegenkamen und denen wir sehr dankbar sind:
  • Die Künstlerin Anne Mommertz, die den Entwurf und das Modell gestaltete

  • Die Landschaftsingenieurin Marketa Kolarova vom Ingenieurbüro Stadt + Natur Wuppertal, die zahlreiche Pläne erstellt, uns technisch und rechtlich beriet und die Arbeiten koordinierte

  • Die Friedhofsgärtnerei Iding, die die meisten der Pflanzen spendierte, uns beriet und auch tatkräftig beim Pflanzen mitwirkte

  • Martin von der Höh, der die Gartenarbeiten betreute

  • Der Stahlbauer Jürgen Petig, Steelbruch, der unsere zahlreichen technischen Fragen mit viel Geduld beantwortete und Boot und Stele schuf und aufbaute

  • Jens Albrecht, der pro bono die Schriften für die Stele so umsetzte, dass sie in Stahl geschnitten werden konnten, die Info-Tafel gestaltete und uns in vielen Fragen beriet

  • Keller Medien GmbH, die die Infotafel zu sehr freundlichen Konditionen herstellte

  • Die Firma H & B Beleuchtungssysteme, die uns zum Kauf der Leuchte beriet und einen kräftigen Rabatt einräumte

  • Die Firma Elektro Gebr. Kuckelsberg, die die Stelen-Beleuchtung anschloss

  • Die Stadt Wuppertal, die die Arbeiten am Bahnhofsvorplatz so gestaltete, dass sie optimal für den Bau des Gedenkorts waren, und uns die Leuchte an ihr Straßenbeleuchtungsnetz anschließen ließ

  • Martin M. Müller aerovision-broadcast, der uns mit Drohnenaufnahmen half

  • Der Graphiker Uwe Peter, der Flyer und Plakate layoutete

  • Der Filmemacher Amir Taha, der bei der Dauermahnwache und der Erstellung des Gedenkortes filmte und zwei Filme dazu gestaltet(e)


Wir bedanken uns bei den Menschen und Gruppen, die uns beim Pflanzen und bei der Bodengestaltung halfen:
  • Freiwillige von Utopiastadt

  • Weiße Herzen Wuppertal

  • Wuppertaler Helfertruppe

  • Bauunternehmung Wilhelm Gross, Wuppertal


Ganz besonders herzlich danken wir denjenigen, die uns die ganze Zeit über beraten und praktisch unterstützt haben und so den Gedenkort erst möglich gemacht haben:
  • Dieter Bieler-Giesen, städtischer Projektleiter für das Städtebauförderungsprojekt Mirker Quartier

  • Christian Hampe und Niklas Brandau von Utopiastadt


Als Seebrücke Wuppertal hätten wir den Gedenkort nicht ohne einen offiziellen Träger realisieren können. Wir bedanken uns sehr bei
  • Thomas Weyland, Förderverein Elberfelder Nordstadt e.V., der die Trägerschaft übernahm und uns vielfältig unterstützte

Rückblick 2020/21

Dauermahnwache am 19./20.6.2021

Wir veranstalten zum Tag des Flüchtlings 2021 eine 24-stündige Dauermahnwache bei der die Namen von Flüchtlingen gelesen werden, die auf ihrer Flucht ums Leben gekommen sind, außerdem Texte von Geflüchteten und Unterstützer:innen. Ca. 50 Wuppertaler:innen beteiligen sich an der Lesung. Die Lesung wurde 24 Stunden lang live auf dem Youtube-Kanal der Seebrücke gestreamt und kann jetzt zum größten Teil in vier Videos angesehen werden. Es beginnt mit diesem Stream.

Über die Dauermahnwache drehte der kurdisch-irakische Filmemache den Film „Sei still, Meer“, der 2022 erscheint.

Bürger*innenbudget 2021

Für finanzielle Unterstützung haben wir unseren Vorschlag für das Bürger*innenbudget eingereicht.
 

Der Gedenkort hat den 2. Platz gewonnen und erhält 2300 €.

https://talbeteiligung.de/topic/buergerbudget2021

Herzlichen Dank an alle Unterstützer*innen!

Juli 2020:

Wir stellen dem Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal unser Vorhaben vor und bekommen von ihm sehr positive Rückmeldungen.

Gestaltung

Der Wuppertaler Bildhauer Bodo Berheide schlägt vor, den Gedenkorts in Form eines Bootes zu gestalten. Die Düsseldorfer Künstlerin Anne Mommertz entwirft die Form und stellt ein Modell her.

Juni 2020:

Wir gehen wir mit unserem Vorhaben, einen Gedenkort zu schaffen für die Flüchtlinge, die auf der Flucht nach Europa ums Leben kommen, an die Öffentlichkeit.

Mit allen Beteiligten von Utopiastadt, Stadt Wuppertal, dem Förderverein Elberfelder Nordstadt, von Stadt + Natur und der Seebrücke treffen wir uns für ein erstes größeres Planungstreffen vor Ort, am Bahnhofsvorplatz Mirke.

Und wir laden im Anschluß zu einem Pressegespräch ein.

Foto: Wolf Sondermann

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