BOOTschaft von Bernhard Fedler

Ich unterstütze die Aktion #SeebrückeWtal, weil ich für eine gerechte Gesellschaft weltweit und für Menschenrechte eintrete. Dass ich in einem sehr reichen Land lebe, ist ein zufälliges Privileg, für das ich nichts getan habe.

Seenotrettung ist einerseits eine im internationalen Schifffahrtsrecht festgelegte Pflicht, andererseits gegenüber Flüchtlingen  ein selbstverständliches Gebot der Menschlichkeit.

 Wenn Menschen, die sich zusammengetan haben, um Schiffe anzumieten und Flüchtlinge vor dem Ertrinken im Mittelmeer zu bewahren, kriminalisiert werden, so ist dies Teil einer unerträglichen und menschenverachtenden Politik der Abschottung. Dagegen protestiere ich mit Nachdruck.

Ich bitte den Rat der Stadt  Wuppertal, sich solidarisch zu verhalten und Menschen aus der Seenotrettung aufzunehmen – und zwar weit hinaus über die im offiziellen Verfahren vorgesehene Zahl. Wir haben Platz in unserer Stadt.

Meine Forderungen an die deutsche und europäische Politik:

  • Stoppt das Sterben auf dem Mittelmeer!
  • Keine Anklagen gegen die Retter*innen!
  • Solidarische Lösungen fĂĽr Menschen auf der Flucht!
  • Keine Spaltung der GeflĂĽchteten in berechtigte und unberechtigte!
  • Beschäftigt Euch damit, dass die Fluchtursachen viel mit unserer privilegierten Lebensweise zu tun haben – im Sinne folgender FlĂĽchtlingsparole „Wir sind hier, weil Ihr unsere Länder zerstört.“

BOOTschaft von Renate Schatz

Ich unterstĂĽtze die Aktion #seebrĂĽckewtal,
weil ich für Humanität und Menschenrechte eintrete.

Seenotrettung ist ein humanitärer Akt,

Die Retter*innen zu kriminalisieren, heiĂźt Menschlichkeit zu verachten und internationales Menschenrecht zu beugen!

Darum bitte ich den Stadtrat Wuppertal, sich für die Seenotrettung einzusetzen und Solidarität zu zeigen, indem Wuppertal Menschen aus der Seenotrettung aufnimmt. Wir haben Platz in unserer Stadt, und wir haben ein Herz für Menschen in Not.

Ich protestiere auch gegen die Kriminalisierung der Seenotretter*innen, des Bündnisses „Jugend rettet“ aus Berlin und der anderen engagierten Gruppen, wie Mission Lifeline, Sea-eye und Sea-watch.

MEINE FORDERUNGEN an die Bundesregierung und das Europäische Parlament:

  • Stoppt das Sterben auf dem Mittelmeer!
  • Lasst die Anklagen gegen die Retter*innen fallen!
  • Sucht solidarische Lösungen fĂĽr die Menschen in Not.

Flucht ist ein Menschenrecht, Fluchtursachen sind vielfältig.

Hört auf, die Geflüchteten in gute und schlechte zu spalten.

Jede*r hat ein Recht auf Leben in WĂĽrde und Unversehrtheit. Gleich, wo er herkommt.

Niemand verlässt eine Heimat für ein paar Euro, sondern nur in existentieller Not.

Pressemitteilung: Baut BrĂĽcken, keine Mauern!

Europäische Aktionswoche zur Seenotrettung im Mittelmeer

„Baut Brücken, keine Mauern!“ Unter diesem Motto ruft die mittlerweile international aktive Organisation „Seebrücke“ zu einer europäischen Woche der Seenotrettung im Mittelmeer auf. Mit vielfältigen Aktionen beteiligt sich auch die Wuppertaler Seebrücken-Initiative, um auf die Situation der Seenotrettungsorganisationen und der Flüchtenden aufmerksam zu machen: „Wir gedenken in der kommenden Woche auch der Menschen, die vor den Toren Europas im Mittelmeer ertrunken sind. Sie sind Opfer der Entscheidungen nationaler und europäischer Politik“, so eine Sprecherin der Initiative.

Die „Wuppertaler Seebrücke“, die vor einigen Wochen eine Petition zu einem Bürgerinnen-Antrag gestartet hat, in dem die Stadt Wuppertal aufgefordert wird, aus Seenot Gerettete aufzunehmen, wendet sich auch gegen die Kriminalisierung der zivilen Seenotrettungsorganisationen. Von ihnen sind zurzeit nur noch zwei Rettungsschiffe im Mittelmeer unterwegs, da die anderen Schiffe unter fadenscheinigen Vorwänden in europäischen Häfen festgesetzt sind: „Wir fordern die sofortige Freigabe aller Rettungsschiffe, sichere europäische Häfen und legale Fluchtwege nach Europa, damit endlich das Massensterben im Mittelmeer beendet wird. Wir freuen uns, wenn uns viele Bürgerinnen bei unseren kommenden Aktionen unterstützen.“

FĂĽr die Woche vom 26. August bis zum 1. September sind folgende Veranstaltungen geplant:

Am Sonntag, dem 26. August findet zwischen 13 und 17 Uhr unter dem Motto „BOOTschaften“ eine Fotoaktion auf der Nordbahntrasse am Mirker Bahnhof vor dem Café Hutmacher statt. Dort können alle, die ihre Solidarität mit Seenotrettung zeigen wollen, Fotos mit Botschaften von sich ausdrucken lassen. Sie werden anschließend präsentiert.

Vom 27. bis 31. August lädt die „Seebrücke“ zu Mahnwachen ein: jeweils von 17.30 Uhr bis 18.30 Uhr in der Elberfelder Innenstadt vor den City-Arkaden, am Freitag, den 31. August auf dem Kirchplatz vor der City-Kirche. Dort beginnt dann um 19 Uhr die Veranstaltung „Fluchtursachen bekämpfen?“ der KARAWANE Wuppertal.

Am Sonntag, dem 2. September startet um 12 Uhr eine Großdemonstration aller umliegenden Städte in Köln, zu der die entsprechenden „Seebrücken“ mobilisieren. Es gibt eine gemeinsame Anreise von Wuppertal mit dem Zug.